MENDEL

Minimale Belastung elektrischer Netze durch Ladevorgänge von Elektrobussen

Aktuell im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingesetzte Elektrobusse können ihre tägliche Fahrleistung von 250-300 km nur mit einem Zwischenladen der Batterie bewältigen. Erfolgt das Zwischenladen auf eine örtlich und zeitlich ungünstige Weise, so kann der Leistungsbedarf für die Ladevorgänge die durch die jeweiligen Niederspannungsverteilnetze bereitgestellte Leistung von maximal 600 kW schnell übersteigen und von diesen nicht mehr gedeckt werden. Dies wird insbesondere dann relevant, wenn zukünftig ein Verkehrsunternehmen ganze Busflotten mit 140 und mehr elektrisch angetriebenen Fahrzeugen betreibt. In der Folge müssten die Verkehrsunternehmen eigene Transformatorenstationen errichten lassen, um die Leistung direkt aus dem Mittelspannungsnetz zu beziehen. Dies ist entsprechend langwierig und mit hohen Kosten verbunden. Laden viele Busse gleichzeitig, können zudem hohe Spitzenlasten entstehen. Dies führt zu einem entsprechend hohen Leistungspreis des Verkehrsunternehmens gegenüber dem Netzbetreiber. Zwar können zukünftig leistungsfähigere Batterien das Zwischenladen obsolet machen, jedoch stellt das nächtliche Laden vieler Busse gleichzeitig im Depot vor diesem Hintergrund nach wie vor ein Problem dar. Die geschilderten Probleme führen zu einer deutlichen Erhöhung der variablen Kosten von Elektrobussen während ihres Betriebs. Aktuell können die bestehenden Mehrkosten für die Fahrzeuge und den Aufbau von Ladeinfrastrukturen nicht durch entsprechend geringere Betriebskosten im Lebenszyklus kompensiert werden. Dies ist ein zentrales Hemmnis für eine umfassende Markteinführung von Elektrobussen im ÖPNV und Ansatzpunkt des Projekts MENDEL.

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Konsortium

Energie- und Verkehrswirtschaft flankiert namhafte Industriepartner.
Ausgewiesene Forschungspartner mit einschlägigen Vorarbeiten.
Bestehende Rahmenverträge mit Stadt Braunschweig und Braunschweiger Verkehrs-GmbH.

Förderung

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter dem Förderkennzeichen 01ME15007A-F

Projektpartner